Produkte von Windmühlenmesser

Rostende Gefährten

Die Klingen der Windmühlenmesser von Robert Herder sind dünn und sie rosten. Nicht unbedingt das, was man erwartet, wenn man nach Qualität und Langlebigkeit sucht. Dass das ein Irrtum ist, beweist Windmühlenmesser seit Langem.

 

Sommer in Solingen. Die Hortensien vor dem Backsteingebäude blühen, von Flaute ist in dem 74-Mann-Betrieb hinter den alten Mauern jedoch nichts zu spüren. Nicht wie früher, als sich die Auftragslage bei Robert Herder Windmühlenmesser in den Monaten von Juni bis September verschlechterte. Heute ist das Unternehmen international aufgestellt und derartige wirtschaftliche Unsicherheiten sind Vergangenheit.

 


Diese Windmühlenmesser (und weitere) könnt ihr bei uns im Shop bestellen:

 
https://nomopol.de/media/image/d6/14/61/Nomopol_No_23_Herder_Santoku_Rotbuche_Carbon_FRONT_200x200@2x.jpg 2x
Kochmesser Santoku
 
54,50 € *
 
https://nomopol.de/media/image/00/31/19/Nomopol_No_44_Herder_K5_Carbon_FRONT_200x200@2x.jpg 2x
K5 Kochmesser
 
137,50 € *
 


Die Gemüsemesser, Butter-Buckels, Koch- und Filiermesser, die hier im Westen der weltberühmten Klingenstadt seit über 100 Jahren nach gleicher Methode und in präziser Handarbeit hergestellt werden, reisen im Anschluss neben den europäischen Absatzländern nach Island, nach Japan, in die USA. Rund 110.000 Messer verlassen das Areal in der West-Solinger Ellerstraße jeden Monat – es ist ein Welterfolg der Nische, der hier gefeiert wird.


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Die Frau, die das Potential für diesen Welterfolg erahnt und erschlossen hat, heißt Giselheid Herder-Scholz. Sie ist eine zierliche Frau, Mitte 50, und Messerliebhaberin durch und durch. Sie ist die Chefin des bereits 1872 gegründeten Familienunternehmens. Als Herder-Scholz die Firma in den 1990ern von ihrem Vater übernahm, sprachen die Zeiten gegen sie, gegen Solingen und gegen Handwerksbetriebe. Die Stadt erlebte einen Kahlschlag. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte man lieber auf neue Technologien, als auf die Künste der Hände. “Man hatte damals keinen Kopf dafür, die weltweit einzigartige Expertise, die hier existierte, zu bewahren”, sagt Herder-Scholz.

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Von den zu Spitzenzeiten etwa 300 in Solingen beheimateten Messerunternehmen gibt es heute noch knapp 30. Blicke man in die alten Solinger Kataloge, würde einem schwer ums Herz, sagt Herder-Scholz: “Es ist unglaublich, was die hier konnten!” In den 1970ern wurden die mit dem Messerhandwerk verknüpften Lehrberufe wie die des Schleifers (Härter war schon viel länger kein Lehrberuf mehr), Pließters oder Reiders abgeschafft, es gab ja schließlich die Maschinen. Somit rückte kein Nachwuchs nach. Als Herder-Scholz den Betrieb ihres Vaters übernahm, war die Belegschaft stark überaltert. Sie fragte sich: Wenn alle auf Maschinen setzen, wo kann die Zukunft ihres Unternehmens liegen? Wenn sie mit den anderen mithalten wollen – sind sie dafür nicht zu klein?

Die einzige Überlebenschance, die sie sah, lag in dem Handwerk, das man hier noch immer beherrschte. Entgegen der meisten Ratschläge beschloss sie, das über Jahrhunderte aufgebaute Wissen zu bewahren, die bereits teils vergessenen Fertigungsmethoden neu zu erlernen. Sie erkämpfte, dass sie wieder ausbilden durfte. Heute lautet der Claim der Firma: “Gute Messer sind von Hand gemacht”. Dem ließe sich noch hinzufügen: Sehr gute Messer sind aus Carbonstahl und nach dem Solinger Dünnschliff abgezogen.
Auf diese beiden Eigenschaften setzt man bei Windmühlenmesser. Letzteres bezeichnet eine einst in der Gegend weit verbreitete Form der Klingenfertigung, die heute jedoch nur noch hier in der Ellerstraße angewandt wird. Die Schliffwinkel werden weit oben angesetzt, so wird die Klinge dünn geschliffen und läuft extrem schlank und spitz auf die Schneide zu. Die Messer werden besonders scharf.

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Warum hält man an der aufwändigen Schliffart fest, wenn es sonst niemand mehr tut? Herder-Scholz antwortet wie aus der Pistole geschossen: “ Weil so die besten Messer für die tägliche Anwendung entstehen!” Schon das kleine Gemüsemesser sei nicht irgendein Messerchen, betont sie, es sei das Werkzeug in der Küche: “Kommt man abends hungrig nach Hause, möchte man schnell sein Essen zubereiten, also greift man zu dem Messer, das immer gut schneidet. Und mit dem Solinger Dünnschliff schneidet ein Messer immer gut”. Insbesondere, wenn es aus Carbonstahl ist.



 

Bei Windmühlenmesser unterscheidet man zwischen rostfreiem und rostendem Stahl, dem Carbonstahl. Beide Stahlarten hat man im Angebot, als besonders empfehlenswert aber gelten die rostenden Messer. Rostfreie Messer mit dem Solinger Dünnschliff lassen sich zwar schnell nachschärfen: zweimal über den Wetzstab gezogen oder über die unglasierte Unterseite eines Porzellantellers – fertig. Da die Klinge extrem dünn ist, ist sie im Anschluss so scharf, als wäre sie neu. Bei Carbonstahlmessern jedoch kommt es bei der ersten Benutzung zu einer so genannten Mikro-Oxidation, der Stahl läuft im Anschluss dunkel an, trocknet man die Messer nicht ab, rosten sie. Der große Vorteil: Wenn sich das Messer im Laufe der Jahre abnutzt, nutzt es sich im gleichen Winkel ab. Diese Klingen werden im Gegensatz zu den rostfreien Klingen über die Jahre gleichmäßig dünner und brauchen auch nach Jahrzehnten keinen neuen Grundschliff. Immer wieder tauchen bei Windmühlenmesser Exemplare auf, deren Klingen nach etlichen Jahren intensiver Nutzung nur noch kleine Striche sind – aber sie sind so scharf wie am ersten Tag. “Wir haben damals eine Nische gefunden, die heute weltweit geschätzt wird”, sagt Herder-Scholz. “Durch diese Nische haben wir überlebt.”


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